Spritpreise explodieren: Rheinland-Pfalz wirft Bundesregierung Versagen vor
Maximilian SchmidtSchweitzer: Maßnahmen zur Drosselung von Kraftstoffpreisen reichen nicht aus - Spritpreise explodieren: Rheinland-Pfalz wirft Bundesregierung Versagen vor
Spritpreise in Deutschland schnellen in die Höhe – Landesregierung wirft Bundesregierung Untätigkeit vor
Die Spritpreise in Deutschland sind in den vergangenen drei Monaten drastisch gestiegen und belasten Pendler sowie kleine Unternehmen stark. Mitte März 2026 kostete Super E10 bereits 2,075 Euro pro Liter, während Diesel auf 1,722 Euro kletterte – getrieben von geopolitischen Spannungen und Lieferengpässen. Nun kritisiert Rheinland-Pfalz' Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) die Reaktion der Bundesregierung als zu langsam und wirkungslos.
Die Preisspirale begann bereits im Januar: Allein im Februar stieg Super E10 um 2,1 Cent, bis er Mitte März bei 2,075 Euro pro Liter lag – vor allem wegen des Iran-Kriegs und der Instabilität auf dem Ölmarkt. Auch Diesel entwickelte sich ähnlich und verteuerte sich im Februar um 3 Cent auf 1,722 Euro pro Liter. Damit zählt Deutschland zu den Ländern mit den höchsten Spritpreisen in der EU, während andere Staaten Deckel eingeführt haben, um die Belastung abzufedern.
Schweitzer wirft dem von der CDU geführten Bundeswirtschaftsministerium vor, nicht schnell genug gehandelt zu haben. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte zuvor erklärt, man wolle "abwarten und beobachten" – eine Haltung, die Schweitzer zufolge Ölkonzerne ermutigt habe, die Preise stärker zu erhöhen als in den Nachbarländern. Die Verzögerung der Bundesregierung habe dazu geführt, dass nun Pendler und kleine Betriebe die Hauptlast der Krise tragen müssten.
Doch nicht nur bei den Spritpreisen übt Schweitzer Kritik an der CDU: Er wirft der Partei Heuchelei vor, weil sie Beamten Sonderurlaub gewähre, während sie ähnliche Praktiken bei anderen verurteile. Zwar sei er offen für Diskussionen über Reformen im öffentlichen Dienst, doch müssten etwaige Änderungen bundesweit und für alle Parteien einheitlich gelten.
Am kommenden Wochenende wählt Rheinland-Pfalz ein neues Landesparlament – Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD hin. Schweitzers scharfe Kritik an der Bundespolitik könnte die Stimmung der Wähler vor der Wahl beeinflussen.
Der rasante Anstieg der Spritpreise setzt Haushalte und Unternehmen zusätzlich unter Druck, ohne dass kurzfristig Entlastung in Sicht ist. Schweitzers Forderung nach entschlossenerem Handeln spiegelt die wachsende Verärgerung über das Krisenmanagement der Bundesregierung wider. Angesichts der anstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz dürfte das Thema steigende Kosten eine zentrale Rolle spielen.






