Störche in Hessen: Warum Strommasten und Bahnanlagen zur Gefahr werden
Clara HofmannStörche in Hessen: Warum Strommasten und Bahnanlagen zur Gefahr werden
Weißstörche nisten in Hessen immer häufiger auf Strommasten und Bahnanlagen
Die zunehmende Zahl der Nester birgt Risiken für die Vögel und die kritische Infrastruktur. Nun ergreifen Behörden Maßnahmen, um Unfälle und Stromausfälle zu verhindern.
In den Landkreisen Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig hat sich die Anzahl der Storchnester auf elektrischen Anlagen stark erhöht. Die großen Nester können zu Stromschlägen, Kollisionen und Bränden führen – mit der Folge von Stromausfällen. Zudem beeinträchtigt das Gewicht der Nester die Stabilität der Masten.
Auch auf Bahnanlagen bauen Störche vermehrt ihre Nester, was Kurzschlüsse und Verspätungen im Zugverkehr zur Folge haben kann. Die Deutsche Bahn reagiert, indem sie Nester bei Bedarf entfernt und alternative Nistplätze anbietet. Damit soll ein Gleichgewicht zwischen Betriebssicherheit und Artenschutz erreicht werden.
Um die Vögel von gefährlichen Standorten fernzuhalten, testen Energieversorger windbetriebene Abschreckungsvorrichtungen. Da die Brutzeit von Anfang März bis Ende September dauert, wird das Problem immer dringlicher. Bis zur nächsten Nistsaison sollen die Risiken weiter verringert werden.
Der wachsende Storchenbestand in Hessen führt zu mehr Nestern an gefährlichen Bauwerken. Die Entfernung der Nester und der Einsatz von Abschreckungsmaßnahmen sind entscheidend, um sowohl die Infrastruktur als auch die Vögel zu schützen. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau – besonders mit Blick auf die bevorstehende Brutsaison.






