Suhl beschließt umstrittenen Regionalplan für 40 neue Windkraftgebiete in Südwestthüringen
Ella WagnerSuhl beschließt umstrittenen Regionalplan für 40 neue Windkraftgebiete in Südwestthüringen
Öffentliche Versammlung in Suhl: Regionalplan für Windenergie in Südwestthüringen beschlossen
Bei einer öffentlichen Sitzung in Suhl wurde am Mittwoch ein neuer Regionalplan für die Windenergie in Südwestthüringen verabschiedet. Der Entwurf sieht 40 Vorranggebiete für Windkraft vor, davon sieben im Bereich der Rhön. Rund 150 Demonstranten versammelten sich draußen zu einer stillen Protestkundgebung gegen den Ausbau von Windrädern in Wäldern.
Der Regionalplanungsverband Südwestthüringen (RPG) stimmte für die Annahme der zweiten Fassung des Regionalplans. Diese Version erweitert die für Windenergie ausgewiesenen Flächen von 0,15 auf 1,7 Prozent der Region – das entspricht etwa 6.900 Hektar. Eine Änderung betrifft die Umbenennung des ehemaligen Vorranggebiets 4 "Bornkopf" in Vorranggebiet 14 "Salzunger Berg bei Weilar".
Vor dem Sitzungssaal protestierten lokale Kritiker schweigend. Unter den Teilnehmenden war auch die Bürgerinitiative (BI) Stadtlengsfeld gegen Windräder in Wäldern. Viele Demonstranten kamen aus der Rhön-Region und äußerten Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Windparks auf das Landschaftsbild.
Die öffentliche Konsultationsphase zum Plan beginnt am 18. Mai und dauert acht Wochen. In dieser Zeit können Anwohner und Organisationen Stellungnahmen zu den vorgeschlagenen Gebieten einreichen.
Der beschlossene Plan bedeutet eine deutliche Ausweitung der Windenergieflächen in Südwestthüringen. Mit 40 ausgewiesenen Zonen – darunter sieben in der Rhön – geht die Region nun in eine achtwöchige Beteiligungsphase über. Die Entscheidung fällt nach Protesten lokaler Gruppen, die sich gegen Windkraftanlagen in Wäldern aussprechen.






