16 March 2026, 20:05

Technischer Defekt stoppt Mahnungen für Verkehrsstrafen in Sachsen-Anhalt

Eine Autobahn mit Autos, eine Mautstation im Hintergrund, Verkehrsleitkegel, Schilder mit Text, Laternen, Bäume und ein bewölkter Himmel.

Bußgeldstelle stoppt Bußgelder wegen IT-Problemen - Technischer Defekt stoppt Mahnungen für Verkehrsstrafen in Sachsen-Anhalt

Technischer Defekt stoppt Mahnungen für unbezahlte Verkehrsstrafen in Sachsen-Anhalt

Ein technisches Problem hat das Zentrale Bußgeldstellenamt Sachsen-Anhalts gezwungen, die Versendung von Mahnungen für ausstehende Verkehrsstrafen vorläufig einzustellen. Die Störung trat bereits Anfang dieses Jahres auf und behindert seitdem die korrekte Weiterleitung von Zahlungen an die Landeskasse. Trotz der Unterbrechung werden neue Bußgeldbescheide weiterhin wie gewohnt ausgestellt.

Die Behörde ist für die Bearbeitung aller Verkehrsverstöße im Land zuständig – von Geschwindigkeitsüberschreitungen bis zu Trunkenheitsfahrten. Jährlich treibt sie Millionen an Strafgeldern für Delikte wie Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ein. Der aktuelle IT-Fehler macht es seit Januar unmöglich, eingehende Zahlungen korrekt der Landeskasse zuzuordnen.

Um ungerechtfertigte Belastungen für Autofahrer zu vermeiden, hat das Amt vorläufig keine Mahnungen mehr verschickt. Diese Vorsichtsmaßnahme soll verhindern, dass Bürgerinnen und Bürger durch das technische Problem unnötige Nachteile erleiden. Die Aussetzung betrifft jedoch nur die Mahnungen – neue Bußgeldbescheide bei Verstößen werden weiterhin erteilt.

In anderen Bundesländern sind ähnliche Maßnahmen bisher nicht bekannt geworden. Auch in Sachsen-Anhalt selbst gab es nach bisherigen Erkenntnissen noch nie eine vergleichbare Aussetzung von Mahnungen bei unbezahlten Verkehrsstrafen.

Die Pause bei den Mahnungen bleibt bis zur Behebung des IT-Problems bestehen. Autofahrer erhalten weiterhin Bußgeldbescheide für neue Verstöße, doch Nachforderungen für ausstehende Strafen sind vorerst ausgesetzt. Wann der Regelbetrieb wiederaufgenommen wird, steht derzeit noch nicht fest.

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