20 March 2026, 02:04

Viertägiger Nahverkehrsstreik in Sachsen-Anhalt droht ab Donnerstag

Eine Zeichnung einer Stadtlandschaft mit einer Kutsche im Vordergrund, die die Belagerung von Hamburg, Deutschland, darstellt, mit Text auf dem Papier, der die Ereignisse beschreibt.

Viertägiger Nahverkehrsstreik in Sachsen-Anhalt droht ab Donnerstag

Öffentlicher Nahverkehr in Sachsen-Anhalt: Vier Tage Streik ab Donnerstagmorgen

Ab dem frühen Donnerstagmorgen sollen Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt bis zu vier Tage lang die Arbeit niederlegen. Der Streik folgt auf das Scheitern der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Arbeitgebern. Die Gewerkschaft fordert eine 35-Stunden-Woche ohne Lohnkürzungen – eine Forderung, die die Arbeitgeber angesichts knapper Haushalte als unrealistisch zurückweisen.

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Die Gespräche platzten, nachdem ver.di das letzte Angebot der Arbeitgeberseite abgelehnt hatte, das drei zusätzliche freie Tage und verbesserte Regelungen für Ruhezeiten vorsah. Statt die Verhandlungen fortzusetzen, rief die Gewerkschaft zu Arbeitsniederlegungen auf – ähnlich wie bei einem viertägigen Streik Ende Februar. Der Geschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV) appellierte an ver.di, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und weitere Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Die Forderung nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich würde für die Beschäftigten effektiv 21 zusätzliche bezahlte Freitage pro Jahr bedeuten. Die Arbeitgeber argumentieren jedoch, dass angespannte kommunale Finanzen eine solche Regelung unmöglich machten. Der KAV betont zudem, dass die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr Sachsen-Anhalts bereits jetzt von guten Arbeitsbedingungen profitierten.

Wie viele Beschäftigte genau betroffen sein werden, ist unklar. Ende 2025 zählte Sachsen-Anhalt insgesamt 987.300 Erwerbstätige. Der Verkehrssektor verzeichnete in den vergangenen Jahren ein Wachstum, mit einem Indexstand von 114,3. Unternehmen wie die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) müssen während des Streiks mit erheblichen Einschränkungen im Betrieb rechnen.

Die Arbeitsniederlegungen dauern von Donnerstagfrüh bis Montagfrüh an und werden den Berufsverkehr in der gesamten Region beeinträchtigen. Da keine Einigung in Sicht ist, bleibt ungewiss, ob es weitere Verhandlungen geben wird. Während die Arbeitgeber an ihrem Angebot festhalten, besteht ver.di auf der Forderung nach kürzeren Arbeitszeiten bei vollem Lohn.

Quelle