20 March 2026, 14:04

ZESA-Projekt in Schkopau erhält erste Teilgenehmigung für Wasserstoff-Kraftwerk der Zukunft

Liniengraph, der die Stromerzeugung in Kraftwerken von 2018 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

ZESA-Projekt in Schkopau erhält erste Teilgenehmigung für Wasserstoff-Kraftwerk der Zukunft

Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat die erste Teilgenehmigung für das ZESA-Projekt am Kraftwerksstandort der Saale Energie GmbH in Schkopau erteilt. Dieser Beschluss markiert einen entscheidenden Schritt bei der Modernisierung des größten Energieversorgers der Region – und zwar noch vor dem gesetzlich vorgeschriebenen Kohleausstieg bis Ende 2034.

Die Genehmigung umfasst den Bau eines neuen Torhauses, das als Hauptzugang zum modernisierten Kraftwerk dienen wird. Gleichzeitig unterstreicht sie die Fortschritte bei der Sicherung der zukünftigen Energieversorgung Sachsen-Anhalts durch ein flexibleres und nachhaltigeres System.

Ziel des ZESA-Projekts ist die Umwandlung des Kraftwerks Schkopau in eine leistungsstarke, wasserstofftaugliche Anlage. Geplant ist unter anderem ein Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) mit einer Spitzen-Nettoleistung von rund 900 Megawatt. Die modernisierte Anlage soll den Chempark Schkopau mit Strom versorgen, in das öffentliche Netz einspeisen und wichtige Systemdienstleistungen für die Netzstabilität erbringen.

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Die Genehmigung wurde nach Paragraf 8 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes erteilt, der die schrittweise Zulassung einzelner Projektbestandteile noch vor der endgültigen Gesamtgenehmigung ermöglicht. Bereits im Januar 2026 hatten die Behörden den vorzeitigen Beginn bestimmter Vorbereitungsmaßnahmen bewilligt. Weitere Teilgenehmigungen werden im Laufe der Planung folgen und zusätzliche Kraftwerksblöcke, bauliche Anlagen sowie wasserwirtschaftliche Systeme abdecken.

Das Modernisierungskonzept setzt auf Flexibilität und klimafreundliche Stromerzeugung. Zwar sind technische Details zu den Dampfturbinen noch nicht veröffentlicht, doch das Projekt ist darauf ausgelegt, langfristig die Versorgungssicherheit zu stärken und anpassungsfähig zu bleiben. Zudem wird die Anlage über eine Schwarzstartfähigkeit für das 50Hertz-Regionalnetz verfügen, um im Falle großflächiger Stromausfälle die Systemstabilität zu gewährleisten.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurden verschiedene technische Varianten sowie die Umweltauswirkungen umfassend geprüft. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Vorhaben sowohl den Energiebedarf deckt als auch den Nachhaltigkeitszielen Sachsen-Anhalts im Zuge des Kohleausstiegs gerecht wird.

Die erste Teilgenehmigung bringt das ZESA-Projekt einem konkreten Baubeginn näher und stärkt die Energieinfrastruktur des Landes. Nach Fertigstellung wird das modernisierte Kraftwerk eine zentrale Rolle bei der Ausbalancierung von Angebot und Nachfrage spielen, die Industrie unterstützen und zum Erreichen der Klimaziele beitragen.

Weitere Genehmigungen werden schrittweise beantragt, wobei mit fortschreitendem Bauverlauf zusätzliche Details bekannt gegeben werden. Das Projekt bleibt damit auf Kurs, um die kohlebasierte Stromerzeugung bis zum Stichtag 2034 zu ersetzen.

Quelle