2027 eröffnet der Empyrean Club in Bushwick als kulturelles Hybrid-Projekt
Ella Wagner2027 eröffnet der Empyrean Club in Bushwick als kulturelles Hybrid-Projekt
2027 eröffnet in Bushwick ein gewagtes neues Projekt: The Empyrean Club
Benannt nach dem höchsten Himmel in Dantes "Inferno" soll der Club in einem 930 Quadratmeter großen Gebäude an der Troutman Street ein vielseitiges Zentrum für Theater, Gastronomie und Nachtleben entstehen lassen. Inspiriert von "American Psycho", verspricht das Projekt jedoch weit mehr als eine bloße Hommage – es will sich als eigenständige kulturelle Anlaufstelle etablieren.
Die Idee zum Empyrean Club entstand durch Max Hunter und Lucas Katler, die "American Psycho" in einem intimerem Rahmen als am Broadway neu aufleben lassen wollten. Aus dieser Vision entwickelte sich ein dauerhaftes Konzept, das immersives Theater mit der Energie der New Yorker Clubszene der 1980er- und 90er-Jahre verbindet. Der Standort in der Nähe des House of Yes und der L-Station an der Jefferson Street verankert den Club in einem Viertel, das für seine junge, kunstbegeisterte Szene bekannt ist.
Im Inneren erwartet die Gäste ein 299 Plätze umfassendes Haupttheater, ein Sushi-Restaurant, eine Bar und mehrere Lounge-Bereiche. Das Design setzt auf Nähe – das Publikum rückt näher an die Darbietungen heran, um die unmittelbare Spannung von Live-Unterhaltung zu verstärken. Jesse Singer, ein Produzent mit Schwerpunkt auf immersiven Erlebnissen, unterstützt das Team dabei, Theater für ein jüngeres, technikaffines Publikum attraktiver zu gestalten.
Die Wurzeln des Projekts reichen bis in die frühen 2000er-Jahre zurück, als Bret Easton Ellis die Idee eines exklusiven LA-Clubs entwickelte, der von Prominenten-Glamour und psychologischem Horror geprägt sein sollte. Für die Broadway-Adaption von "American Psycho" (2024–2025) formte Regisseur Rupert Goold das Stück zu einer Satire auf die Yuppie-Exzesse um, wobei Musik und Inszenierung den geistigen Verfall von Patrick Bateman unterstrichen. Der Empyrean Club greift diese Inspiration auf, geht aber noch einen Schritt weiter: Statt nur an die Show anzuknüpfen, soll er sich als eigenständige kulturelle Institution etablieren.
Der Club zieht in die ehemaligen Räumlichkeiten des Quebracho an der Troutman Street 421 ein. Mit seiner Mischung aus Theater, Gastronomie und Nachtleben spiegelt er einen größeren Trend wider – die Verschmelzung von Unterhaltung und sozialem Erlebnis. Wenn er 2027 seine Türen öffnet, wird er eine neue Art von Veranstaltungsort bieten: einen, der die Vergangenheit ehrt und gleichzeitig ein modernes Publikum anspricht.






