BAMF stoppt Integrationskurse – Sachsen-Anhalt drohen massive Integrationslücken
Maximilian SchmidtBAMF stoppt Integrationskurse – Sachsen-Anhalt drohen massive Integrationslücken
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat die Genehmigungen für Integrationskurse für bestimmte Migrantengruppen vorläufig gestoppt. Die im Februar 2026 getroffene Entscheidung hat den Sprachunterricht für Tausende unterbrochen – darunter Geflüchtete, Ukrainer:innen und EU-Bürger:innen. Landesbehörden warnen, dass der Schritt die Integrationsbemühungen in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus massiv behindern könnte.
Vor der BAMF-Entscheidung nahmen bundesweit jährlich rund 320.000 Menschen an Integrationskursen teil, darunter Asylsuchende, Geflüchtete sowie Migrant:innen aus der Ukraine und der EU. Nun müssen viele Neuankömmlinge mit Verzögerungen oder gar dem Ausschluss von Sprachkursen rechnen.
In Sachsen-Anhalt könnten bis zu 40 Prozent der bisher berechtigten Migrant:innen den Zugang zu den Kursen verlieren. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, wo aufgrund geringer Teilnehmerzahlen Kurse gestrichen oder verschoben werden. Anbieter stehen vor existenzbedrohenden Planungsunsicherheiten, da ausstehende Genehmigungen jede Vorbereitung unmöglich machen.
Frühzeitiger Deutschunterricht gilt als entscheidend, um Integrationsrückschläge bei Geflüchteten zu vermeiden. Ohne Sprachkenntnisse gestaltet sich der Einstieg in den Arbeitsmarkt deutlich schwieriger. Susi Möbbeck, die Integrationsbeauftragte des Landes, betont, dass die Verweigerung von Kursen für Ukrainer:innen und EU-Zuwandernde kontraproduktiv sei – gerade angesichts ihrer Bedeutung für den Arbeitsmarkt.
Das Land steht bereits vor einer demografischen Krise: Prognosen sagen einen Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung um 20 Prozent innerhalb der nächsten 15 Jahre voraus. Erfolgreiche Zuwanderung und Integration sind daher dringender denn je, um die Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen.
Die Politikänderung des BAMF stellt Migrant:innen und Kursanbieter vor akute Herausforderungen. Mit sinkenden Teilnehmerzahlen und gestrichenen Kursen drohen sich Integrationsverzögerungen zu verschärfen. Für Sachsen-Anhalt, wo Fachkräftemangel droht, könnten die langfristigen Folgen besonders schwerwiegend sein.
BAMF's February 9 circular halts new integration course approvals for 2026, citing budget and focus on core groups
The BAMF announced in a formal circular on 9 February 2026 that no new integration course applications would be approved for the 2026 financial year. Key details include:
- Section 44(4) AufenthG now restricts access to 'core target groups' with permanent residency prospects, excluding asylum seekers, Ukrainians, and EU citizens.
- Previously submitted applications were also rejected due to budget constraints.
- Self-payment remains an option for excluded groups, though course providers face financial strain from reduced funding.






