02 April 2026, 18:06

Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Rekordkosten und Importdruck

Altes Buch mit einer detaillierten Karte der brandenburgischen Region Deutschlands auf einem schwarzen Hintergrund, das geografische Merkmale und Text zeigt.

Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Rekordkosten und Importdruck

Offizielle Eröffnung der Spargelsaison in Brandenburg – Bauern kämpfen mit steigenden Kosten

Die Spargelsaison in Brandenburg hat offiziell begonnen: Die ersten frischen Stangen wurden kurz vor Ostern in Beelitz geerntet. Doch die Landwirte stehen vor einem weiteren schwierigen Jahr, denn steigende Kosten und die Konkurrenz durch günstigere Importe setzen die heimischen Erzeuger unter Druck.

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In diesem Jahr starten die Preise bei 15 bis 18 Euro pro Kilogramm. Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelanbauverbands, rechnet zwar mit einer starken Nachfrage, warnt aber vor weiter steigenden Ausgaben. Supermärkte drücken die Preise, während die Bauern kaum noch ihre Kosten decken können.

In den vergangenen fünf Jahren sind die Spargelflächen in Brandenburg um etwa 8 Prozent geschrumpft – von 1.200 Hektar im Jahr 2020 auf 1.100 Hektar 2024. Arbeitskräftemangel und höhere Produktionskosten, darunter allein 5.000 Euro mehr für Diesel alle zehn Tage auf Jakobs' Hof, treiben den Rückgang voran. Auch die jüngste Erhöhung des Mindestlohns hat die Lohnkosten weiter in die Höhe getrieben.

Agrarministerin Hanka Mittelstädt sieht in den geopolitischen Spannungen einen Hauptgrund für die explodierenden Energiepreise. Trotz aller Herausforderungen blicken die heimischen Erzeuger optimistisch in die Zukunft. Mit zunehmender Ernte werden die Preise voraussichtlich auf 10 bis 12 Euro pro Kilogramm sinken. Doch der Wettbewerb mit billigeren Importen – vor allem aus Spanien, Mexiko und Griechenland – belastet den Markt weiterhin.

Für Brandenburgs Spargelbauern wird es eine harte Saison: Sie müssen hohe Kosten mit wettbewerbsfähigen Preisen in Einklang bringen. Zwar bleibt die Nachfrage stabil, doch die schrumpfenden Anbauflächen und steigenden Ausgaben werden die Zukunft der Branche in der Region prägen.

Quelle