03 April 2026, 02:05

Bundesprogramm verwandelt Büros in Wohnraum – bis zu 30.000 Euro pro Wohnung

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnentwicklungsstandorts auf einem Blatt Papier mit beschrifteten Abschnitten, die Gebäude, Straßen und andere Merkmale darstellen.

Bundesprogramm verwandelt Büros in Wohnraum – bis zu 30.000 Euro pro Wohnung

Deutschland will Wohnungsmangel bekämpfen, indem es leerstehende Büros in Wohnraum umwandelt. Ein neues Bundesförderprogramm, das im Sommer 2026 starten soll, bietet finanzielle Anreize für Projektentwickler. Experten zufolge könnten in Großstädten tausende Wohnungen durch die Nutzung ungenutzter Gewerbeflächen entstehen.

Das unter dem Namen "Gewerbe zu Wohnen" geführte Programm sieht Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit vor. Investoren können maximal 300.000 Euro pro Unternehmen erhalten – ohne Rückzahlungspflicht. Voraussetzung ist, dass die umgewandelten Immobilien den "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien"-Standard erfüllen; denkmalgeschützte Gebäude sind von dieser Regelung ausgenommen.

Studien zeigen, dass in Deutschlands sieben größten Städten etwa 11.000 neue Wohnungen durch die Umnutzung leerstehender Büros geschaffen werden könnten. Unter optimalen Bedingungen ließe sich diese Zahl auf bis zu 60.000 Wohnungen steigern. Allerdings erfordern solche Umbauten oft kostspielige Anpassungen, da Bürogrundrisse sich deutlich von Wohnbedürfnissen unterscheiden.

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Steigende Baukosten stellen eine weitere Hürde dar. Trotz dieser Herausforderungen zielt das Programm darauf ab, Leerstandsquoten zu senken, das Wohnungsangebot zu erhöhen und klimafreundliche Sanierungen zu fördern. Bisher gibt es auf Landesebene keine vergleichbaren Förderungen für solche Umwandlungen.

Die Initiative startet Mitte 2026 und stellt Zuschüsse bereit, um die finanziellen Belastungen der Umbauten zu verringern. Bei Erfolg könnte sie leerstehende Bürogebäude in dringend benötigten Wohnraum verwandeln. Der Fokus auf Energieeffizienz entspricht zudem den übergeordneten Nachhaltigkeitszielen.

Quelle