21 April 2026, 08:06

Bundeswehr besucht über 2.000 Schulen – Kritik an militärischer Präsenz wächst

Ein Buch, das bunte Militäruniformen der deutschen Armee mit detaillierten Elementen wie Helmen, Gewehren und Waffen zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

Bundeswehr besucht über 2.000 Schulen – Kritik an militärischer Präsenz wächst

Die deutschen Streitkräfte, bekannt als Bundeswehr, haben im ersten Quartal 2024 über 2.000 Schulbesuche durchgeführt. Damit setzt sich der anhaltende Anstieg der militärischen Präsenz bei jungen Menschen im Land fort. Kritiker äußern zunehmend Bedenken angesichts der wachsenden Häufigkeit solcher Kontakte.

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Zwischen Januar und März 2024 führte die Bundeswehr bundesweit 2.013 Besuche an Schulen durch. Den höchsten Anteil verzeichnete Bayern mit 562 Einsätzen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 291 Besuchen. Niedersachsen und Baden-Württemberg lagen bei 269 bzw. 219 Schulbesuchen.

Neben Schulen besuchte das Militär im selben Zeitraum auch 20 Universitäten. Rechtlich ist der Bundeswehr zwar der Zugang zu Bildungseinrichtungen gestattet, eine direkte Anwerbung von Schülern für den Dienst ist ihr jedoch untersagt.

Die Zahl der Schulbesuche ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dieser Trend stößt auf Kritik, unter anderem von der bildungspolitischen Sprecherin der Linken, Nicole Gohlke. Sie warnt, dass die zunehmende militärische Präsenz an Schulen Fragen nach dem Einfluss auf Jugendliche aufwirft.

Die Schulbesuche der Bundeswehr bleiben ein fester Bestandteil ihres Öffentlichkeitsprogramms. Mit über 2.000 Einsätzen in nur drei Monaten setzt das Militär seine Dialoginitiativen mit Schülern in ganz Deutschland fort. Angesichts der steigenden Zahlen wird die Debatte über ihre Rolle im Bildungsbereich voraussichtlich weitergehen.

Quelle