Goslar testet Tempo 30 im Stadtteil Ohlhof – ohne Kontrollen, aber mit Hoffnung auf mehr Sicherheit
Clara HofmannGoslar testet Tempo 30 im Stadtteil Ohlhof – ohne Kontrollen, aber mit Hoffnung auf mehr Sicherheit
Goslar führt sechsmonatige Testphase für Tempo 30 im Stadtteil Ohlhof ein
Ab dem 9. April gilt im Goslarer Stadtteil Ohlhof für sechs Monate eine probeweise Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h. Die neue Zone umfasst die Straßen Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee und soll die Verkehrssicherheit erhöhen sowie die Lebensqualität vor Ort verbessern.
Während der Testphase werden die betroffenen Straßen aus dem Vorfahrtstraßennetz genommen. Stattdessen gilt für Autofahrer die Regel "rechts vor links", sodass sie Verkehr von rechts Vorfahrt gewähren müssen. Auf Geschwindigkeitsmessungen oder andere Kontrollmaßnahmen wird in dieser Phase verzichtet.
Die Stadt strebt an, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf 36 km/h – den sogenannten V85-Wert – zu senken. Die Behörden appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, rücksichtsvoll zu fahren und so zu einer Beruhigung des Verkehrs beizutragen. Regelmäßige Erhebungen sollen die Auswirkungen der Zone auf Geschwindigkeit und Sicherheit dokumentieren.
Hinter dem Projekt stehen die Anwohner des Viertels, der Ohlhof-Nachbarschaftsverein sowie der Goslarer Stadtrat. Die Initiative ist Teil umfassender Bemühungen, sicherere und leiserer Straßen in der Region zu schaffen.
Die Testphase läuft über sechs Monate, wobei die gesammelten Daten als Grundlage für künftige Entscheidungen dienen. Bei Erfolg könnte die niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzung dauerhaft eingeführt werden. Die Stadt setzt dabei auf die Mitwirkung der Autofahrer – und nicht auf Überwachung –, um ihre Ziele zu erreichen.






