Pistorius wirft Trump vor, die NATO durch Grönland-Streit mit Dänemark geschwächt zu haben
Ella WagnerPistorius wirft USA Schaden an der NATO vor - Pistorius wirft Trump vor, die NATO durch Grönland-Streit mit Dänemark geschwächt zu haben
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat die USA unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump für Handlungen kritisiert, die die NATO geschwächt haben. In einer jüngeren Stellungnahme warf er der Trump-Regierung vor, das Bündnis untergraben zu haben, indem sie Dänemarks Souveränität über Grönland infrage stellte. Pistorius warnte zudem, dass der Ausschluss von Verbündeten aus zentralen Sicherheitsgesprächen Gegner ermutigt und das Vertrauen beschädigt habe.
Der Streit eskalierte im Januar 2026, als die US-Regierung einen Brief an Norwegens Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre sandte. Darin wurde fälschlicherweise behauptet, es gebe keine schriftlichen Belege für die Bindung Grönlands an Dänemark – trotz klarer historischer Aufzeichnungen. Dazu zählen der Kieler Frieden von 1814 und ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs von 1933, das die dänische Hoheit über dänemark bestätigte.
Wenige Wochen später forderte Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos unverzügliche Verhandlungen über die vollständige Kontrolle der USA über Grönland. Er begründete dies mit der militärischen Stärke Amerikas und verwies auf Sicherheitsbedenken der NATO. Verbündete wiesen jedoch auf Dänemarks langjährige Zuverlässigkeit hin, etwa durch die erhöhten Verteidigungsausgaben nach den Anschlägen vom 11. September 2001.
Pistorius betonte, dass die USA dänemark und Grönland zudem von Sicherheitsberatungen ausgeschlossen hätten. Stattdessen habe eine Initiative von Trump und dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte Modelle wie britische Stützpunkte in Zypern erkundet – während zentrale Partner übergangen wurden. Die NATO startete später die Mission "Arctic Guardian", die sich auf Sicherheit konzentriert, ohne territoriale Ansprüche zu erheben.
Der deutsche Minister unterstrich, dass die Stärke der NATO in der Einheit liege, nicht in einseitigem Handeln. Das Bündnis komme den USA zugute, da es über 30 Nationen vereine, argumentierte Pistorius. Gleichzeitig warnte er, Europa müsse einen Nutzen in der NATO erkennen – und nicht nur Amerika.
Die Äußerungen von Pistorius spiegeln wachsende Spannungen über die Zukunft der NATO wider. Der Kurs der USA unter Trump – mit Infragestellung von Souveränität und dem Ausschluss von Partnern – hat Bedenken hinsichtlich des Zusammenhalts des Bündnisses geschürt. Die NATO passt unterdessen ihre Strategie in der Arktis an, um Sicherheitserfordernisse mit den Rechten der Mitgliedstaaten in Einklang zu bringen.
New Context on German-US Tensions Over Arctic Mission
Fresh details reveal earlier German-US friction over NATO's Arctic operations. Key developments include:
- German troops joined a NATO reconnaissance mission in Greenland in 2025, which Pistorius defended as fulfilling Arctic security obligations.
- Trump briefly threatened punitive tariffs against European nations participating in the mission, calling it a 'misunderstanding' later withdrawn.
- This precedes the 'Arctic Guardian' mission mentioned in the original article, highlighting longstanding transatlantic tensions over Greenland's sovereignty.






