SPD plant kapitalgedeckte Rente mit Milliardenfonds für Start-ups
Maximilian SchmidtSPD plant kapitalgedeckte Rente mit Milliardenfonds für Start-ups
Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um ein kapitalgedecktes Rentensystem innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland einzuführen. Der Vorschlag knüpft an jüngste Reformen der privaten Altersvorsorge an und zielt darauf ab, durch einen neuen Bundesfonds Investitionen in Start-ups zu fördern.
Der Plan sieht zudem vor, die bestehende WIN-Initiative – eine öffentlich-private Partnerschaft – von 12 auf 25 Milliarden Euro bis 2030 auszubauen. In ihrem Positionspapier schlagen die Abgeordneten die Schaffung eines "Bundesrentenfonds" vor, der bis zu fünf Prozent seiner Mittel in Start-ups oder europäische Unternehmen stecken könnte, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Dieser Fonds wäre zunächst ein freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorgepläne. Langfristig soll er dazu beitragen, die gesetzliche Rente zu finanzieren.
Um Investitionen zu erleichtern, fordert der Vorschlag eine Lockerung der regulatorischen Vorgaben für Versicherer und Pensionsfonds. Dadurch könnten diese freier in Start-ups investieren. Auch Privatpersonen sollen über neue Tranchen in Dachfonds leichter Zugang zu Wachstumsunternehmen erhalten.
Der Plan passt zur übergeordneten Start-up-Strategie von SPD-Chef Lars Klingbeil, die unter anderem Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung vorsieht. Die Initiative folgt zeitlich auf die jüngste Zustimmung des Bundestags zu Reformen der privaten Altersvorsorge und fällt in eine Phase, in der die SPD ein umfassenderes Reformpaket finalisiert. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, könnte das Finanzierungsziel der WIN-Initiative von 12 auf 25 Milliarden Euro bis 2030 steigen. Zudem würde schrittweise ein kapitalgedecktes Rentensystem eingeführt, das Investitionen in Start-ups stärkt und gleichzeitig die gesetzliche Rente in Deutschland absichert.






