Protest in Halle: Kleinbauern kämpfen gegen Macht der Agrarkonzerne und Landgrabbing

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Ein altes Dokument mit einer Zeichnung eines Hofes in einem Feld, umgeben von Häusern, Bäumen und einem Himmel, mit der Beschriftung "Surgensburg, Deutschland - Landschaft eines Hofes".Admin User

Protest in Halle: Kleinbauern kämpfen gegen Macht der Agrarkonzerne und Landgrabbing

Rund 50 Demonstranten versammelten sich am Samstag auf dem Marktplatz in Halle, um gegen den wachsenden Einfluss großer Agrarkonzerne zu protestieren. Organisiert von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), forderte die Kundgebung unter dem Motto „Position beziehen! Stadt und Land vereint für Vielfalt“ mehr Unterstützung für die kleinbäuerliche Landwirtschaft. Plakate mit Parolen wie „Rechte Rüben müssen gerodet werden“ oder „Transformation gelingt nur durch Solidarität“ prägten das Bild der Veranstaltung.

An der Demonstration beteiligten sich Vertreter aus Landwirtschaft, Gewerkschaften, Politik und Zivilgesellschaft. Viele kritisierten die Konzentration von Ackerland in den Händen von Investitionsfirmen und verwiesen auf jüngste „Aktiengeschäfte“, bei denen ein australischer Investor rund 20.000 Hektar Ackerfläche in Ostdeutschland erworben hatte.

Jessica, eine Sprecherin der AbL, betonte die zentrale Rolle von Familienbetrieben für den sozialen Zusammenhalt und eine nachhaltige Landwirtschaft. Jan Brunner, ebenfalls von der AbL, unterstrich die Notwendigkeit von Solidarität, um gesellschaftliche Spaltungen zu überwinden und die Vielfalt der kleinbäuerlichen Strukturen zu bewahren. Ein Mitglied der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) verurteilte den globalen Aufstieg rechtsextremer und autokratischer Bewegungen, die es als Bedrohung für ländliche Gemeinschaften bezeichnete. Wenke von der Linken warnte vor den Risiken des Mercosur-Handelsabkommens und forderte Politiken, die Einkommen von Bäuerinnen und Bauern durch nachhaltige Bodenbewirtschaftung sichern. Madlen von den Grünen äußerte Bedenken angesichts der anstehenden Landtagswahl und rief dazu auf, eine AfD-Mehrheit zu verhindern und eine weitere Rechtsentwicklung der CDU zu stoppen. Bisher haben sich keine Parteien oder Organisationen an dem für den 17. Januar 2026 in Berlin geplanten „Wir sind genervt!“-Marsch beteiligt; weitere Aktionen wurden nicht bekannt gegeben.

Die Demonstration in Halle spiegelte die übergreifenden Sorgen um Landbesitz, Handelspolitik und politische Verschiebungen wider, die ländliche Gemeinschaften betreffen. Die Protestierenden forderten stärkere Schutzmaßnahmen für Kleinbäuerinnen und -bauern sowie ein Ende der großflächigen Landkäufe durch ausländische Investoren. Die Veranstaltung endete mit Appellen für eine fortgesetzte Solidarität zwischen städtischen und ländlichen Gruppen.

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