Apotheker fordert faire Gebühren: "Warum Ärzte mehr bekommen als wir?"

Maximilian Schmidt
Maximilian Schmidt
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Ein Plakat mit Text über Preisunterschiede bei Arzneimitteln im Jahr 2022, darunter einige Flaschen und eine Spritze.Maximilian Schmidt

Apotheker fordert faire Gebühren: "Warum Ärzte mehr bekommen als wir?"

Ein Apotheker aus der Region hat die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Paula Piechotta, wegen ihrer Kritik am Apothekenversorgungsstärkungsgesetz herausgefordert. Zafer Arslan, Inhaber der Apotheke an der Post in Wermelskirchen, schrieb Piechotta in einer E-Mail, warum sie Gebührenanpassungen für Apotheken ablehne, während sie ähnliche Erhöhungen für Ärzte unterstütze. Er forderte eine sachliche Debatte statt pauschaler Kritik an der Branche.

Arslan wies auf die finanziellen Schwierigkeiten kleiner Apotheken hin, von denen viele ums Überleben kämpfen. Diese Betriebe leisteten unverzichtbare Dienstleistungen – von der Arzneimittelversorgung über persönliche Beratung bis hin zur Notfallbereitschaft –, stünden aber unter wirtschaftlichem Druck, da es seit Jahrzehnten keine inflationsbedingten Anpassungen gebe. Im Gegensatz zu Ärzten hätten Apotheken seit langem keine regelmäßigen Gebührenaktualisierungen erhalten.

Ärzte verzeichneten in den letzten Jahren mehrere Gehaltserhöhungen, darunter ein Plus von 3,85 Prozent für 2025 und weitere 2,8 Prozent für 2026. Auch die festen Abgabegebühren für Ärzte stiegen deutlicher – von 4,47 Euro auf 5,20 Euro bis 2025 –, während die Apothekengebühren nur minimal von etwa 6,50 Euro auf 7,10 Euro angehoben wurden. Arslan fragte, warum Piechotta diese Erhöhungen für Ärzte befürworte, eine ähnliche Anpassung für Apotheken jedoch ablehne, mit der Begründung, dies käme vor allem großen Ketten zugute.

In seiner E-Mail forderte Arslan einen faktenbasierten Dialog statt pauschaler Vorwürfe gegen den Berufsstand. Er betonte, dass Apotheken Risiken und Verantwortung tragen, ohne über dieselben finanziellen Absicherungen wie andere Leistungserbringer im Gesundheitswesen zu verfügen.

Piechotta hält eine pauschale Gebührenerhöhung für ungerecht, da sie vor allem Apotheken mit hohem Umsatz begünstigen würde. Unterdessen spiegeln Arslans Bedenken die größeren Spannungen bei der Finanzierungsungleichheit im Gesundheitssystem wider. Die Debatte dauert an, während sich kleine Apotheken für eine fairere wirtschaftliche Behandlung einsetzen.

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